Hamburg Bunker

GRÜNER BUNKER

Wappen_Hamburg

Der grüne Bunker St. Pauli ist eines der ungewöhnlichsten Bauwerke Hamburgs. Er steht an der Feldstraße am Heiligengeistfeld und verbindet ein sehr dunkles Kapitel der Hamburger Geschichte mit einem völlig neuen öffentlichen Stadt- und Naturraum.

Der ursprüngliche Hochbunker wurde 1942 während des Zweiten Weltkriegs errichtet. Die Nationalsozialisten ließen ihn unter der Leitung von Albert Speer von etwa 1.000 Zwangsarbeitern in nur rund 300 Tagen bauen. Der massive Betonbau war ursprünglich etwa 38 Meter hoch, hatte eine Grundfläche von ungefähr 75 × 75 Metern und bis zu 3,50 Meter dicke Wände.

Der Bunker diente vor allem der Flugabwehr. Auf dem Dach befanden sich Flakgeschütze, mit denen alliierte Bomber bekämpft werden sollten. Gleichzeitig suchten während der Luftangriffe zahlreiche Hamburger Menschen im Bunker Schutz.

Gerade deshalb ist die heutige Nutzung nicht einfach nur eine spektakuläre Begrünung: Die Geschichte des Gebäudes bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Es gibt einen Erinnerungs- und Informationsort, der sich mit den Opfern des Nationalsozialismus und den Zwangsarbeitern beschäftigt.